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Zeitzeichen - Friedensimpulse aus Sursee 2020

Mittwoch, 02. September 2020

Der soziale Friede in der Schweiz – und in Sursee

Während Jahrzehnten war die Schweiz im Herzen Europas Vorbild für den sozialen Frieden. Wie steht es heute um den sozialen Frieden in der Schweiz und in Sursee? Welche Entwicklungen sind zu erwarten? Welche Strategien und Massnahmen können wir heute oder morgen einleiten, um den sozialen Frieden zu sichern. Welche Chancen gilt es zu nutzen und welche Risiken zu vermeiden? Wenn die Hypothese stimmt, dass der Arbeitgeber immer das Geld ist, stimmt dann unsere heutige Vorstellung der Sozialpartnerschaft Arbeitgeber/Arbeitnehmer? Diese Tagung bietet Teilnehmenden viel Zeit, sich aktiv zum sozialen Frieden in der Schweiz und in Sursee einzubringen. Wir verwenden die Gesprächsform des Dialogs – damit auch leise Stimmen gut gehört werden.

Eckdaten

Datum: Mi. 2. September 2020
Zeit: 13:00 - 17:45 Uhr
Ort: Bürgersaal, Rathaus, 6210 Sursee (12 min zu Fuss ab Bahnhof Sursee. In der Nähe befinden sich die Bushaltestellen «Rathaus», «Altstadt» und «Rothüsli», sowie der öffentliche Parkplatz «Märtplatz»)
Moderation: Bruno Schaller, Luzern, Pädagoge, Buchautor und Fachjournalist MAZ
Kosten: CHF 90.00. Für Bedürftige gibt es die Möglichkeit für einen Gratiseintritt. Bitte melden Sie sich dafür bei ivo.muri@nomosderzeit.ch.
Anmeldung: Sie können sich hier anmelden und erhalten alle Angaben für die Bezahlung per E-Mail.

  1. Einladungsflyer als PDF herunterladen (PDF, 534.2 kB)
  • Allgemeine Infos
  • 13:00 Uhr
  • 13:30 Uhr
  • 13:45 Uhr
  • 14:30 Uhr
  • 15:15 Uhr
  • 15:45 Uhr
  • 16:30 Uhr
  • 17:15 Uhr
  • 17:45 Uhr

Dialog - Input durch Teilnehmende

Nach jedem Inputreferat von ca. 20 Minuten gibt es viel Zeit & Raum für einen Dialog zum Thema. Ihre Meinungen und Erfahrungen sind gefragt.

Türöffnung

Eintreffen der Teilnehmenden.

Einstimmung

Grussbotschaft von Ylfete Fanaj, Luzerner Kantonsratspräsidentin 20/21

«Armut in der Schweiz: Strategien zur Prävention und Bekämpfung»

Referat von Markus Kaufmann, Direktor Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS

In der wohlhabenden Schweiz gibt es auch Arme. Gemäss Bundesamt für Statistik sind rund 660'000 von Armut betroffen, darunter überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche. Die Sozialhilfe ist ein wichtiger Pfeiler der Armutsbekämpfung. Wie funktioniert die Sozialhilfe, wer wird unterstützt und was braucht es für die Prävention von Armut? Auf diese Fragen geht Markus Kaufmann, Geschäftsführer der SKOS in seinem Referat ein.

«Heutige und zukünftige Herausforderungen zur Erhaltung des sozialen Friedens in Sursee»

Referat von Martina Helfenstein, Soziale Arbeit der Kirchen Sursee

Martina Helfenstein berichtet als aktive Fachfrau mit jahrelanger Erfahrung und Praxis im Umgang mit armutsbetroffenen Menschen in der Region Sursee. Sie stellt dar, welchen Herausforderungen wir uns Heute und Morgen in Sursee stellen müssen, um den sozialen Frieden in Sursee aufrecht zu erhalten, den Menschen eine Heimat zu bieten und damit den sozialen Frieden dauerhaft zu sichern.

Pause

«Soziale Ökonomie der Existenzsicherung - die den Menschen statt Geld ins Zentrum des Wirtschaftens stellt.»

Referat von Prof. em. Dr. Ueli Mäder, UNI Basel

Unsere Gesellschaft wandelt sich rasant. Geldgetriebene Interessen und Denkweisen dominieren. Sie ökonomisieren auch unsere Lebenswelten. Das ist riskant und öde. Soziale Alternativen drängen sich auf. Im Sinne der sozialen Ökonomie und Sicherheit für Mensch und Gesellschaft.

Seit gut dreissig Jahren breitet sich eine geldgetriebene (Wirtschafts)Politik aus. Sie erhöht soziale Ungleichheiten bei den Vermögen und Einkommen. Und sie grenzt Armutsbetroffene inmitten der Gesellschaft aus. Die einen ziehen sich entmutigt zurück, andere wehren sich. Etliche Reiche nehmen das kaum wahr. Sie konzentrieren sich auf das wirtschaftliche Wachstum und auf eigene Profite. Trotz Corona und Umweltkrise. Umso wichtiger sind Kräfte, die das Soziale stärken.

«Arbeitgeber ist immer das Geld – Sockelarbeitsplätze statt Sockelarbeitslosigkeit»

Referat von Ivo Muri, Zeitforscher

Aus einem tieferen Verständnis heraus, warum Zeit Geld ist, können wir eindeutig ableiten, dass der Arbeitgeber immer das Geld ist. Kein Unternehmer und kein Unternehmen kann Arbeitsplätze schaffen, wenn das Geld fehlt, um Löhne und Lohnnebenkosten zu bezahlen. Wenn dies stimmt, dann lässt sich ein Feindbild Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer in der heutigen Form nicht mehr aufrechterhalten. Müssen wir die Sozialpartnerschaft Arbeitgeber/Arbeitnehmer aus dieser Perspektive neu definieren – die Sozialpartnerschaft Arbeitgeber/Arbeitnehmer neu denken? Welche Auswirkungen hätte es für Unternehmen und Mitarbeitende, wenn wir Sockelarbeitsplätze schaffen, statt den Menschen und KMU Sockelarbeitslosigkeit wegen fehlendem Geld zuzumuten?

Ivo Muri zeigt auf, dass unsere Probleme durchaus lösbar sind, wenn wir es wagen alte Feindbildkategorien zu verlassen und das System Wirtschaft als Zusammenspiel von Menschen im Umgang mit Geld und Arbeit neu zu analysieren.

Fazit - nächste Schritte

Was können wir heute hier in Sursee und in der Schweiz konkret tun, um den sozialen Frieden zu sichern?

Ende der Veranstaltung

Grusswort

  • Ylfete Fanaj

    Luzerner Kantonsratspräsidentin 20/21

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Referenten

  • Prof. Dr. Ueli Mäder

    Soziologe, emeritierter Professor der Universität Basel

  • Markus Kaufmann

    Geschäftsführer Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS

  • Martina Helfenstein

    Soziale Arbeit der Kirchen Sursee

  • Ivo Muri

    Zeitforscher

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Moderator

  • Bruno Schaller

    Pädagoge, Buchautor und Fachjournalist MAZ

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Unterstützt von

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